Freitag, 22. Juni 2018





Ein Ort voller Erinnerungen. Ein Ort voller Lügen.

Francesca und Sophie wachsen in einer verschlafenen Kleinstadt am Meer auf. 


Die beiden sind unzertrennlich, verbringen gemeinsame Abende mit ihrer Clique auf dem alten Pier, trinken Dosenbier und tanzen zu Madonna. 


Und sie erzählen einander alles. Doch dann verschwindet Sophie eines Nachts spurlos. 


Zurück bleiben nur ihr Turnschuh am Pier und die Frage nach dem Warum. 


Achtzehn Jahre später wird dort eine Leiche angespült, und Francesca weiß, dass sie nach Hause zurückkehren und endlich Antworten finden muss. 


Darauf, was in dieser Nacht wirklich geschah. 


Denn niemand verschwindet einfach so. Ohne eine Spur. Und vor allem nicht ohne Grund ...


Die Protagonistin Frankie wendet sich nämlich in Gedanken an ein "DU", dass sich erst kurz später als ihre tote, beste Freundin entpuppt. 

Dass sie immer wieder diese Freundin anspricht, zieht sich durch das ganze Buch.

Auch die Perspektive ist interessant: Kapitel, in denen aus Frankies Sicht erzählt werden, wechseln mit Kapiteln, die aus Tagebucheinträgen der toten Freundin bestehen.

Die Story fand ich spannend; kleine Geheimnisse ziehen sich von einem Kapitel ins nächste und es kommen immer neue hinzu. Die Perspektivwechsel haben den Lesefluss nicht ausgebremst, da ich zu meiner eigenen Verwunderung an beiden Geschichten gleichermaßen interessiert war. 


Normalerweise nerven mich Perspektivwechsel ziemlich oft, da mich das Schicksal einer Figur kaum bewegt.

Es war sehr fesselnd, Frankie in Oldcliffe-on-Sea zu begleiten. Die Stimmung ist durchgängig ziemlich bedrohlich, fast düster und atmosphärisch, was bei mir oft ein fast beklemmendes Gefühl ausgelöst hat.

Gleichzeitig nähert man sich in Sophies Tagebuch ganz allmählich der entscheidenden Nacht, in der Sophie verschwand.


Ich hatte während des Lesens viele Verdachtsmomente, was passiert sein könnte, aber mit dem, was sich am Ende offenbart, habe ich nicht gerechnet und war fast ein bisschen geschockt.


Dieser Thriller zeigt Züge eines Psychothrillers und hat mich durchgängig gefesselt. Durch den toll konstruierten Plot hat die Story auf mich einen regelrechten Sog ausgeübt, so dass sich das Buch schnell zum Pageturner entwickelt hat.


Deshalb empfehle ich diesen mitreißenden und spannenden Thriller gerne weiter!


Die Auflösung habe ich so nicht erwartet - zu keinem Zeitpunkt der Geschichte, Trotzdem ist sie logisch und schließt die Geschichte rund ab.

Lediglich einen kleinen Kritikpunkt habe ich: Ab und zu erstreckten sich Sätze über viele Zeilen. Da habe ich manchmal Punkte zwischendurch vermisst.