Dienstag, 8. Mai 2018






Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. 


Sobald Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger Kokon. 

Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an einem schöneren Ort? 

Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich zunehmend ihren primitiven Instinkten. 

Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der Pandemie immun zu sein.

 Ist sie eine genetische Anomalie, die sich
 zu Versuchszwecken eignet? 
Oder ist sie ein Dämon, den man vernichten 
muss? 

Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines 
Städtchen in den Appalachen, wo ein 
Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt.


Wie wäre es, wenn plötzlich alle Frauen auf der Welt verschwänden? Mit dieser Frage setzen sich Stephen King und sein Sohn Owen in „Sleeping Beauties“ auseinander. Und das tun sie in echter King-Manier, denn der neue Doppel-King präsentiert sich als gewohnt-gelungene Mischung aus Horror und Fantasy – in ihrer explosiven Story gibt es wahrlich keinen Mangel an sublimen Grusel-Elementen, brutalen Waffenspielen und ausartenden Gewaltexzessen. Zugleich enthält sie jedoch einen Blick in eine vielleicht bessere Zukunft, in der sich die Menschen wieder mehr Gedanken über ihr Handeln machen. Denn im Gegensatz zu vielen früheren dystopischen King-Stories gibt es in diesem Finale für die Figuren durchaus Hoffnung auf einen echten Neuanfang. Und: The Kings go feminismn – immer wieder gehen die beiden Autoren in ihrer spannungsgeladenen, gut inszenierten Story auf das Geschlechterverhältnis ein, machen sich Gedanken um die Gewalt der Männer und die Geduld der Frauen und überraschen dabei mit echten feministischen Ansätzen. So ist „Sleeping Beauties“ fast schon ein Märchen – grausam-brutal bis romantisch-optimistisch. 

Das einzige was ich euch mit auf den Weg geben möchte, dass es oft ,,triggern'' könnte, indem Bereich Missbrauch und selbst verletzendes Verhalten!


"Sleeping Beauties" ist ein King der mich wieder einmal überzeugt hat. Die Geschichte braucht etwas bis sie in Schwung kommt, aber sie hat auch wieder das typische Stephen King Feeling. Alle Fans sollten sich das Buch definitiv anschauen.