Montag, 25. Juni 2018



Die Zwölf – Wesen der Dunkelheit, Todfeinde der Menschen – sind vernichtet, ihre Schreckensherrschaft ist vorüber. 

Die Überlebenden wagen sich aus ihrer ummauerten Zuflucht. Auf den Ruinen ihrer alten Welt wollen sie eine neue, eine bessere Gesellschaft aufbauen. 

Doch in einer fernen, verlassenen Stadt lauert der Eine: Zero. Vater der Zwölf, Träger des Virus. 

Erfüllt von Rachedurst will er die Menschheit endgültig auslöschen. Nur Amy vermag ihn jetzt noch aufzuhalten: das Mädchen aus dem Nirgendwo, das schon einmal das Schicksal der Menschen bestimmt hat. 

Und so treten sie und ihre Freunde an zum 
letzten großen Kampf zwischen Licht und 
Dunkelheit ... 









Spoiler!
Die Spiegelstadt von Justin Cronin ist das extrem spannende und unglaublich brillante letzte Buch der erfolgreichen Horror-Trilogie. Nach Der Übergang und Die Zwölf präsentiert Cronin im packenden Finale seiner Reihe in seinem detaillierten und feingliederig aufgebauten Schreibstil, eine brillante Abschlussgeschichte. Alle Fäden aus den ersten beiden Teilen laufen zusammen und dem Leser erschließt sich das große Ganze. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, so sehr hat mich das Buch in seinen Bann geschlagen.

Wie auch in den vorherigen Büchern bin ich sehr begeistert von der Detailliertheit der Geschichte, der Charaktere und der einzelnen Verbindungen zueinander. Cronin schafft eine komplexe Geschichte mit sehr vielen Charakteren aufzubauen und deren Geschichten brillant miteinander zu verknüpfen. Erneut gibt Cronin einen Einblick in die Geschehnissen vor der Katastrophe, wodurch der Leser mehr und mehr Hintergrundwissen erhält.

Auch im dritten Teil spielen die altbekannten Charaktere eine wichtige Rolle. Viele Jahre sind nach dem zweiten Teil vergangen und die meisten Charaktere sind stark gealtert. Sie alle haben ein Leben in Freiheit führen können, aber als der Kampf gegen das Böse wieder beginnt, schließen sich Peter, Alicia, Sarah, Michael, Amy und ihre Mitstreiter wieder zusammen. Der letzte Teil ist ein packendes Finale, das es in sich hat. Wieder erschafft Cronin eine brillante Mischung aus grässlichen Kämpfen gegen das Böse, interessanten Hintergrundinformationen und eine kurzzeitigen Hoffnung. Endlich klärt der Autor auf, wie es um die ganze Welt steht und präsentiert einen Aktionsreichen Endkampf gegen das Böse. Erneut kann ich seinen Schreib- und Erzählstil nur begeistert mit Stephen King vergleichen.

Von diesem Rückblick aus gibt es dann einen großen Zeitsprung und wir befinden uns plötzlich 20 Jahre weiter in der Zukunft, wie noch zu Beginn des Buches. Die Menschen glauben nun in Sicherheit zu sein, seit Ewigkeiten tauchte kein Viral mehr auf und auch der Grundton der Erzählung ist weiterhin sehr ruhig gehalten. Ich hatte mich mittlerweile, genau wie die Charaktere in der Geschichte, richtig in Sicherheit gefühlt und war so gar nicht darauf gefasst, mit welchem Tempo es auf einmal weiterging. Ganz langsam zieht Cronin nun die Spannungsschraube an und ich hatte als Leser zunächst nur die Ahnung, dass schreckliche Dinge geschehen werden.


Doch das Tempo nimmt immer mehr zu und die Ereignisse überschlagen sich, ich konnte gar nicht so schnell weiterlesen, wie ich wissen wollte, was denn nun passieren wird. Es war auf jeden Fall wieder einmal etwas, das ich so nicht ansatzweise geahnt hätte und Cronin hat damit nicht nur seine Chraktere überraschen können.



Natürlich gibt es auch noch das große Showdown, das aber perfekt zu dieser Geschichte passt und so sein muss. Das Setting ist einfach glaubwürdig und ich sah die Ereignisse vor mir. Genau so, wie die Charaktere, denn diese sind mir im Laufe der Trilogie sehr ans Herz gewachsen, der eine mehr, der andere weniger, und doch habe ich mit jedem Einzelnen gehofft, gebangt, gelitten. Sie sind einfach, jeder für sich, glaubhaft, authentisch und unverwechselbar. Das Ende lässt mich dann wiederum recht zufrieden zurück. Cronin hat die wichtigsten Fragen beantwortet, lässt mir allerdings auch noch einige Fragen, die mich auch jetzt noch grübeln lassen. Das Buch lässt mich nachdenklich zurück und trotz allem fantastischem und außergewöhnlichem schafft Cronin es alles so zu erzählen, als wäre es real.






Ich bin vollkommen geflasht vom lang ersehnten 3. Teil dieser wunderbaren Reihe.

Für mich übertrifft der 3.Band die beiden anderen noch, der Schreibstil ist der Hammer und das Finale grandios. Ich kann diese Bücher nur empfehlen und falle jetzt fast in ein Loch, denn wahrscheinlich werde ich nie mehr etwas Vergleichbares finden das mich so ergreift und fesselt. Vielen Dank an den Autor für dieses mega Leseerlebnis!

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