Mittwoch, 13. Juni 2018






Nach Das Leuchten der Magie ist Die Stimmen des Abgrunds der packende zweite Teil des fünften Bandes von Peter V. Bretts Dämonensaga.

Der im Original unter dem Titel The Core erschienen ist. 

Der letzte Krieg zwischen Menschen und Dämonen steht unmittelbar bevor, und die einzige Hoffnung der Menschheit ruht nun auf Arlen, seiner Frau Renna und seinem Rivalen Jardir. 

Denn nur, wenn es ihnen gelingt, den Willen eines der mächtigen Dämonenprinzen zu brechen und ihn zu zwingen, sie in den Abgrund zu führen, werden sie die dort herangezüchtete Dämonenarmee aufhalten können. 

Aber noch ist der Sieg gegen die Dämonen 
nur ein Traum …

















Vor ein paar Jahren bin ich auf der Buchmesse durch Zufall bei einer Lesung des Autors gewesen und war von der sympathischen Art begeistert. Auch das Buch hat mich sofort angesprochen. Natürlich habe ich mich dann gleich mit dem damaligen Band eingedeckt und angefangen zu lesen. Seitdem warte ich sehnsüchtig auf das Ende der Reihe.



Im Laufe der Bände wurden immer mehr Handlungsstränge aufgemacht und ich hatte die Befürchtung, dass für mich nicht alle offenen Fragen geklärt werden. Teilweise traf dies auch zu. Es wurde ein Ende gefunden, das ich gut nachvollziehen kann, aber ich habe bei diesem Buch das Gefühl, dass die Reihe schnell beendet werden sollte und habe die Leichtigkeit der vorherigen Bücher doch sehr vermisst. Für mich fehlte der Tiefgang der Vorgänger und deswegen konnte mich dieser Band nicht ganz überzeugen.


Grundsätzlich ist das Ende in Ordnung, aber ich hatte mir doch ein bisschen mehr erhofft, gerade weil mir die Vorgängerbände so gut gefallen haben.

Mit ein bisschen mehr Zeit und mehr Seiten wären vielleicht auch alle offenen Fragen geklärt gewesen, aber es wird seinen Grund haben, warum manche Charaktere zu kurz gekommen sind am Ende.

Die Bücher sind wie immer von der Handlung her gut geschrieben. Manche Abschnitte ziehen sich jedoch wie Kaugummi und ich hab zwischendurch schon mal kurz innerlich die Augen verdreht.


Dafür, dass vorher über hunderte Seiten alles aufgebaut wird, kam der Schluss für mich doch recht überraschend und war dann zu kurz. Deshalb auch ein Stern Abzug. Für mich passt das nicht richtig rein. Aber vielleicht kommt ja noch eine Fortsetzung ...

Ansonsten gut zu lesen und die Charaktere sind natürlich wieder in ihrem vollen Element. Der Übergang zwischen den verschiedenen Charakteren ist wirklich gut.

Über die Veröffentlichung des Verlages kann man sich streiten...



Das Buch bringt die Serie für mich gut zum Abschluss, (fast) alle Charaktere bekommen noch mal einen (mehr oder weniger großen) Auftritt, viele Handlungsstränge werden zu Ende geführt und das große Finale kommt zwar etwas plötzlich, ist aber gut gelungen. Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es hier auch nicht so viel Leerlauf, die Handlung wird an allen Orten flott voran getrieben.

Leider wird aber auch in diesem Teil wieder mit einer unfassbaren großen Anzahl an Charakteren, vielen Orten, sehr vielen krasianischen Begriffen und einem für mich leider auch zu sehr aufgeblähtem Magiesystem hantiert. Charaktere aus der vierten Reihe die vor zwei Büchern mal eine Rolle gespielt haben, tauchen plötzlich wieder auf und werden als bekannt vorausgesetzt, es gibt Zauberstäbe, Zauberorgeln, Siegel und Hora für alles und jeden, Dämonen bei Tag usw. usf. Hier wäre weniger mehr gewesen, so gesehen kam der Abschluss zur rechten Zeit. Irgendwann ist die Geschichte ziemlich aus dem Ruder gelaufen und jetzt soll es sogar noch ein Sequel geben...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen